Haben

Scharfer Franzose

Lassen Sie uns kurz chronologisch vorgehen, denn wir möchten auf keinen Fall jemanden beleidigen… Also: Laguiole ist zu allerst einmal ein Dorf im Süden des französischen Zentralmassivs. Dann kocht dort noch ein wahrer Meister des Küchenfachs namens Michel Bras, der wunderbare Leckereien auf die Tische zaubert und weit über die Grenzen Frankreichs einen Namen hat. Dann wäre da noch der Laguiole-Käse, ein Hartkäse, der mit unserem Gruyère verwandt ist -ja, pardon, ist so. Und: Da wären eben noch diese wahnsinnigen Messer.

Gerade mal süsse sechzehn Jahre alt war Pierre-Jean Calmels als er 1829 das heute so legendäre Messer „Laguiole“ kreierte. Ein schlichtes Klappmesser mit einer sogenannten Bourbonenklinge und einem knauffartigen Ende. Bereits 1850 erhielt das Laguiole seine heutige Form, ausgestattet mit einer Yagatan-Klinge und einer eleganteren Form des Hefts.

Was man über ein Laguiole wissen muss (siehe auch www.deinmesser.ch)

1) Es ist ein klassisches Hirtenmesser, für welches zwischen vierzig und hundert Arbeitschritte benötigt werden

2) Man tauft es auf einen klassischen Frauennamen, wie Lucienne, Joséphine oder Antoinette.

3) Eigentlich klar, aber trotzdem: Man pflegt sein Laguiole, behält es sein Leben lang und vererbt es dem ältesten Sohn – oder – wir sind ja schliesslich in der Neuzeit angekommen –  auch der ältesten Tochter

4) Und – dieser „Tipp“ gehört definitiv zum schrulligen Brauchtum und dementsprechend der Vergangenheit an: Am Tisch segnet der „Herr des Hauses“ das Brot vor dem Essen, indem er mit seinem Laguiole ein Kreuz auf die Unterseite des Brotleibs zeichnet. Mit einem kurzen „trockenen“ Schlag lässt er die Klinge zuschnappen. Damit wird das Tischgebet eingeleitet und betont, wer im Hause das Sagen hat. Erst dann darf das Essen von den Frauen serviert werden.

Eine coole Auswahl und gute Beratung bekommt man ebenfalls bei: www.deinmesser.ch; ein Lungiole bekommt man ab xxx Fr.

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